Der kolumbianische Tenor – Camilo Delgado Díaz ist ein äußerst versierter Bühnenkünstler, der sich sowohl dem klassischen als auch dem barocken Repertoire verschrieben hat. Seine vielseitige Stimme, seine herausragende Musikalität und seine fesselnde Bühnenpräsenz ermöglichen es ihm, ein breites Spektrum an Werken zu interpretieren, von Händel und Mozart bis hin zu zeitgenössischen Komponisten.
Im Jahr 2020 wurde er für die Spielzeit 2020–2021 des Jungen Ensembles am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen ausgewählt, wo sein Engagement anschließend für die Spielzeit 2021–2022 verlängert wurde.
Während seines Masterstudienjahres im Fach Barockgesang trat er als Sieger des Wettbewerbs „Voci Olimpiche“ in Händels Alcina unter der Leitung von Maestro Andrea Marcon mit dem Venice Baroque Orchestra am Teatro Olimpico di Vicenza auf. Außerdem ist er Preisträger des Aria-Borealis-Wettbewerbs in Bodø, Norwegen, wo er unter der Leitung von Lars Ulrik Mortensen und Dame Emma Kirkby den zweiten Preis erhielt.
Zu seinen bemerkenswerten Auftritten bei Opern, Konzerten und Oratorien zählen Esther von Händel mit dem Apollo Ensemble (Niederlande), Orazio von Pietro Auletta beim Festival della Valle d’Itria in Martina Franca unter Federico Maria Sardelli, Octavia beim Innsbrucker Festival für Alte Musik unter Jörg Halubek, Orfeo von Monteverdi unter Werner Ehrhardt in Gelsenkirchen sowie Vespro della Beata Vergine von Monteverdi unter Nicol Matt in Tübingen. Zudem trat er beim Festival „Heidelberger Frühling“ in „Castor et Pollux“ auf und arbeitete mit renommierten Ensembles wie Le Poème Harmonique, Concert d’Astrée, dem Seicento Vocale Ensemble und Musica Temprana zusammen.
In den letzten Spielzeiten hat er seine internationale Präsenz weiter ausgebaut, unter anderem mit Engagements wie L’incoronazione di Poppea mit Le Poème Harmonique am Teatro Mayor Julio Mario Santo Domingo im Jahr 2025 sowie durch Kooperationen mit der Holy Trinity Lutheran Church in New York und der Westerkerk in Amsterdam, wo er 2025 und 2026 Werke von Bach und ein breites Spektrum des Barockrepertoires aufführte.
Auch im zeitgenössischen Repertoire hat er sich einen Namen gemacht und an zwei bedeutenden Weltpremieren mitgewirkt: Electric Dreams von Matthew Shlomowitz beim Festival „Steirischer Herbst“ (2017) und Innocence von Kaija Saariaho. Diese Produktion führte ihn auf bedeutende internationale Bühnen, darunter das Festival d’Aix-en-Provence (2021), die Finnische Nationaloper (2022), das Royal Opera House in London (2023), die Niederländische Nationaloper (2023), die San Francisco Opera (2024) und das Adelaide Festival sowie bevorstehende Auftritte an der Metropolitan Opera und der Kopenhagener Oper im Jahr 2026 sowie an der Opéra Bastille in Paris im Jahr 2027.
Zu Beginn seiner Karriere gewann er den zweiten Preis beim Nationalen Gesangs-Wettbewerb von Kolumbien 2011 und erhielt den Sonderpreis der Jury für den jüngsten herausragenden Teilnehmer beim Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach (2013). Zudem erhielt er ein Stipendium des kolumbianischen Kulturministeriums für im Ausland studierende Künstler. Er war Finalist bei mehreren renommierten Wettbewerben, darunter der Pietro-Antonio-Cesti-Wettbewerb in Innsbruck und der Corneille-Wettbewerb (2021) in Rouen.
Camilo Delgado Díaz schloss 2021 sein Masterstudium im Fach Barockgesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Professor Kai Wessel mit Auszeichnung ab. Seinen Bachelorabschluss erwarb er 2019 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Claudia Visca und vertiefte seine Ausbildung im Rahmen eines Austauschprogramms am Konservatorium Santa Cecilia in Rom bei Claudio Di Segni.