Liudmilla Lokaichuk

Die Sopranistin Liudmila Lokaichuk wurde in Angarsk (Russland) geboren und absolvierte von 2006 bis 2011 ein Gesangsstudium am Mussorgsky-Konservatorium in Jekaterinburg.

Noch während ihres Studiums gewann sie 2010 den V.A. Kurochkin International Wettbewerb für junge Operetten- und Musicalsänger und erhielt damit ein Engagement als Solistin am Staatsmusiktheater (Jekaterinburg). Ihr Debüt gab sie in der Rolle der Hermia in Offenbachs „Barbe-Bleue“ und als Adele in Johann Strauss‘ „Fledermaus“.

Seit 2011 arbeitete Liudmila Lokaichuk regelmäßig am Theater in Tscheljabinsk, wo sie als Susanna in „Le nozze di Figaro“ von Mozart debütierte. In Tscheljabinsk konnte sie innerhalb von zwei Jahren alle wichtigen russischen Opernpartien ihres Fachs interpretieren. Zu den wichtigen Rollen zählen: Hauptrollen in Glinkas Opern „Ruslan und Liudmila“(Liudmila) und „Ein Leben für den Zaren“ (Antonida). Im Jahr 2012 gab sie dort, unter der Regie von A. Stepanjuk, auch ihr Rollendebüt in Rimski-Korsakows „Schneeflöckchen“. Diese Partie interpretierte sie 2016 auch an der Oper Jekaterinburg.

 

Für Liudmila Lokajchuk begann 2012 ihre internationale Kariere. In Bangkok debütiert sie in der Partie der Frasquite („Carmen“, Bizet) in Rahmen des 14. Music Festivals in Thailand.

In Deutschland feierte sie 2013 ihr erfolgreiches Debüt als Rosina in Frank Matthus‘ Inszenierung von "Der Barbier von Siviglia" unter der musikalischen Leitung von Stefan Sanderling beim Festival Kammeroper Schloss Rheinsberg.

 

Der Tagesspiegel, 24.07.2013: „..Und wer würde sich nicht in die Russin Liudmila Lokaichuk verlieben? Ihr Lächeln lässt jede Koloratur wie ein locker dahingezwitschertes Nachtständchen wirken...“

 

Beim 2. Internationalen Gesangswettbewerb OCEAN CLASSICAL AWARD 2013 mit der Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz konnte Liudmila Lokaichuk ebenfalls einen Preis gewinnen. In diesem Jahr trat sie gemeinsam mit Edita Gruberová, Klaus-Florian Vogt und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin bei der Berliner Benefiz-Operngala auf.

 

2014 und 2016 war Liudmila als Grete Minde in Sigfried Matthus’ gleichnamiger Oper bei den Fontane-Festspielen in Neuruppin zu erleben.

2015 debütierte sie in der Partie der Violetta in Verdis „La Traviata“ im Heckentheater unter der Leitung von Sibylle Wagner bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg. In diese Partie tritt sie 2016 und 2017 beim Festival „Bergedorfer Musiktage“ im Theater Haus im Park, Hamburg-Bergedorf auf.

 

Ein bedeutendes Rollendebüt war 2016 außerdem die Rolle der Gilda in Verdis „Rigoletto“ unter der Leitung von K. Chudovsky an der Oper Jekaterinburg. Seitdem konnte sie bei zwei Internationalen Gesangswettbewerben in Italien 2. Preisse gewinnen: Concorso Lirico Internationale „Santa Gianna Beretta Molla“, Mailand und 5. Concorso Lirico Internationale XXII Premio Cleto Tomba, Bologna.

 

Ab der Spielzeit 2016/17 gehört Liudmila Lokaichuk fest zum Opernensemble des Staatstheaters Cottbus, wo sie mit Erfolg in nur 10 Tagen ihr Rollendebüt als Blonde in „Die Entführung aus dem Serail“ von Mozart vorbereitete. Ebenso bedeutsam war am Staatstheater Cottbus bisher das Debüt als Königin der Nacht in Mozarts „Zauberflöte“ die in einer Bearbeitung in der Kammerbühne des Staatstheaters zu sehen ist.
In dieses Spielzeit gehört zudem ein Debüt als Zerlina in „Don Giovanni“ (Mozart) in Bonn, wo Liudmila Lokaichuk schon vorher an der Rossini-Produktion „La scala di seta“ unter der Regie von Nikolaus Büchel in der Hauptpartie der Julia im Beethoven Campus 2016 teilgenommen hatte, zu den Höhepunkten.

 

In der Spielzeit 2016/17 konnte Liudmila Lokaichuk Erfolge als Fleurette in der Opéra bouffe „Ritter Blaubart“ von Jacques Offenbach (musikalische Leitung: Ivo Hentschel, Regie: Steffen Piontek) am Staatstheater Cottbus feiern.

 

rbb Kulturradio - „Und Prinzessin Fleurette brachte wirklich einen Hauch echter französischer opéra-bouffe-Stimmung mit ins Haus. Die pariserischste Stimme des Abends stammt aus Russland und heißt Liudmilla Lokaichuk. Die Sopranistin hat zweimal in Rheinsberg beim internationalen Sängerwettbewerb der Kammeroper verdiente hohe Preise abgeräumt. Herzlichen Glückwunsch ans Cottbusser Haus dafür, dass es diese Künstlerin fest unter Vertrag genommen hat!“,

 

Opernwelt, Januar 2017 Carsten Niemann:  Liudmila Lokaichuk singt die Prinzessin Hermia (alias Fleurette) mit ansprechend timbriertem Sopran...“.

 

Als darstellerischer Gegenentwurf, aber gleichermaßen erfolgreich, stellt sich Liudmilas Debüt in der hochdramatischen Rolle der Jenny Hill in Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt der Mahagonny“ unter der Leitung von Evan Christ und in der Regie von Matthias Oldag dar.

 

Lausitzer Rundschau, Rüdiger Hofmann 13.3.2017 „Stars der Premiere sind zweifelsohne Liudmila Lokaichuk als Jenny Hill sowie Jens Klaus Wilde als Jim. Sie schafft, stimmlich betrachtet, die Balance zwischen knisternder Erotik, schmachtend, fordernd, zuweilen auch flehend und zu Tode betrübt“.

 

Neues Deutschland, Stefan Amzoll 15.3.2017 „..Liudmila Lokaichuks Jenny ...ist mit ihrem warmen Sopran die Operndiva schlechthin...“

 

Liudmila Lokaichuk beherrscht ein breites Konzertrepertoire und pflegt ein großes Interesse an Barockmusik.

 

2017 übernahm sie unter der Leitung von Christian Möbius die Sopran-Partien in C.P.E. Bachs „Matthäus-Passion“, J.S.Bachs „Messe in h-Moll BWV232“, sowie in C. Orffs „Carmina Burana“.

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