Jacek Strauch

Der Sohn polnischer Einwanderer wurde in London geboren und absolvierte zunächst ein Medizinstudium am Queens’ College Cambridge, bevor er die Gesangslaufbahn einschlug. 
Schon während des Studiums nahm er bei Otakar Kraus Gesangsunterricht und vervollkommnete seine Ausbildung nach dem Erststudium am National Opera Studio in 
London. 1978 war er Stipendiat des Kathleen Ferrier Memorial Scholarship. Sein Debüt gab Jacek Strauch als Perucchetto in Haydns „La Fedeltà Premiata“ mit der Glyndebourne Touring Opera. 1980 folgten erste Festengagements in Würzburg und Saarbrücken. 

 

Als Preisträger der Gesangswettbewerbe – Boston Opera, Verdi und Belvedere – machte Jacek Strauch 1984 auf seine Stimme aufmerksam. Engagements an die Bayerische Staatsoper, Welsh National Opera, English National Opera, Scottish Opera, Komische Oper Berlin sowie an die Opernhäuser in Nizza, Modena, Ferrara, Avignon und Montpellier folgten nach. Die Partie des Falstaff führte ihn 1990 ans Staatstheater Braunschweig, das ihn 1999 verpflichtete. Ebenso holten ihn das Staatstheater Nürnberg und die Oper Graz, wo er von 1996 bis 2000 zahlreiche 
Partien gestaltete, ins Ensemble. 2000 wählte ihn die Zeitschrift Opernwelt zum Sänger des Jahres, unter anderem für seine Interpretation des Falstaff in Peter Konwitschnys Inszenierung.


Die Bayerische Staatsoper, wo er Tomski, Lescaut und den Athlet/Tierbändiger in Alban Bergs „Lulu“ (ML Michael Bode) sang, die Komische Oper Berlin (Titelpartie in Harry Kupfers legendärer „Rigoletto“­Inszenierung), die Oper Köln und die Staatsoper Dresden verpflichteten den Sänger. Dabei sind bestimmte Partien Jacek Strauch in Fleisch und Blut übergegangen: so die des Fliegenden Holländers (Bremen, Mannheim, Braunschweig), Rigoletto (Berlin, Wien, Linz), Jago (Aachen, Mannheim, Saarbrücken) und Falstaff (Braunschweig, Kassel, Graz). Auch 
international war der Bariton ein gefragter Gast: Unter anderem gastierte er an der Israeli Opera Tel Aviv (Jack Rance), der Oper Sevilla (Scarpia), dem Teatro dell’Opera Rom (Wozzeck), der Staatsoper Wien (Alfio, Amonasro), der dortigen Volksoper (Rigoletto, Gianni Schicchi), in Bregenz (Renato), in Edinburgh (James MacMillans „Inês de Castro“) und im tschechischen Ostrava (Cardillac). Für seine Interpretation des Cardillac wurde Jacek Strauch überdies mit dem Prager Thalia Preis als bester männlicher Darsteller ausgezeichnet. 


An der Nationaloper Warschau gestaltete er kürzlich den Jochanaan unter der musikalischen Leitung von Stefan Soltesz und in der Inszenierung von Mariusz Treli ń ski. Er tourte zudem mit Peter Konwitschnys viel beachtetem Bachkantaten­Projekt „Falsche Welt, Dir trau ich nicht!“ durch Norwegen, die Schweiz und Deutschland und sang den Alberich an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Im diesem Jahr wird Jacek Strauch erstmals den Hans Sachs 
interpretieren, am Theater Chemnitz, aber auch ihm vertraute Partien (Amfortas in Chemnitz und Posen) wiederaufnehmen. 


Der Bariton hat zahlreiche Aufnahmen für die BBC und deutsche Hörfunkanstalten eingespielt. Im deutschen und italienischen Fach ist er gleichermaßen zuhause; seine spezielle Hingabe jedoch gilt der slawischen Musik des 19. und 20. Jahrhunderts und den Sprachen, wovon er Polnisch, Russisch, Tschechisch, Italienisch, Französisch und Deutsch beherrscht – neben der eigenen selbstredend.
Im März 2017 debütierte er am Theater Chemnitz als Hans Sachs in „Die Meistersänger von Nürnberg“

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